Presseinformation

Fraunhofer Zentrum für Biogene Wertschöpfung und Smart Farming entsteht

01. Februar 2021

Die Fraunhofer-Gesellschaft plant ein Zentrum für Biogene Wertschöpfung und Smart-Farming an unterschiedlichen Standorten in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern. Das Zentrum wird unter Beteiligung mehrerer Fraunhofer-Institute innovative Technologien für eine nachhaltige Landwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette erforschen und entwickeln – vom Saatgut bis zum veredelten Produkt

Sensorsystem zur Detektion von Pflanzenviren
© Fraunhofer EMFT / Bernd Müller
Sensorsystem zur Detektion und Analyse von Pflanzenviren

Resilienz gegenüber Krisenereignisse ist essentiell zur Sicherung der Landwirtschaftsbetriebe und damit der regionalen Lebensmittelproduktion. Vor diesem Hintergrund wollen Fraunhofer-Forschende am zukünftigen Zentrum für Biogene Wertschöpfung und Smart-Farming neue Lösungsansätze für nachhaltige, ressourceneffiziente Hochtechnologien entwickeln und Landwirtschaftsbetriebe bei ihren Transformationsprozessen in Hinblick auf Klimawandel und Nachhaltigkeitsaspekte beratend begleiten.

Das Zentrum soll Keimzelle sein für regionale Innovationsökosysteme aus etablierten Betrieben, innovativen Start-ups sowie spezialisierten Forschungseinrichtungen, um den Aufbau regionaler Wertschöpfungsnetzwerke zu unterstützen. Um dies gemeinsam zu stemmen, werden das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV, die Fraunhofer-Einrichtung für Mikrosysteme und Festkörper-Technologien EMFT, das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD sowie das Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP ihre Expertisen bündeln und an den Standorten in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern mit technologischen Innovationen Mehrwerte in den jeweiligen Regionen generieren.

Fraunhofer EMFT in München stärkt die Initiative mit ihren Sensorkompetenzen

Die Fraunhofer EMFT hat jahrelange Erfahrung in der Entwicklung von Sensorsystemen und Sensortechnologien, die in verschiedenen Anwendungsgebieten vielfältig eingesetzt werden können. Beispielsweise arbeiten die Forscherinnen und Forscher an hochspezifischen und robusten In-field-Sensorbauelementen zur Erkennung von Pflanzenkrankheiten, um eine schnelle Detektion und Differenzierung von Pflanzenviren in einem frühen Stadium der Infektion zu ermöglichen.

Die Fraunhofer EMFT hat auch langjährige Erfahrung mit der Entwicklung von Sensormaterialien und -systemen für Detektion des Frischegrades von Lebensmitteln, zur Steigerung der Produktsicherheit und Verringerung der Lebensmittelabfälle am Ende der Wertschöpfungskette.

„Ich freue mich auf die Kooperation mit der Hochschule Weihenstephan- Triesdorf und den beteiligten Fraunhofer Instituten bei dieser Initiative, um Wertschöpfung beim Erzeuger zu steigern und Lebensmittelsicherheit und Qualität entlang der Wertschöpfungskette zu maximieren.“, fasst Dr. Sabine Trupp, Leiterin der LZSiS und der Initiative an der Fraunhofer EMFT, zusammen.

Das Gesamtvorhaben wird vom Bund mit 40 Mio. und vom Freistaat Bayern sowie von Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 20 Mio. gefördert.