Presseinformation

ICOS, eine auf drei Jahre angelegte Koordinierungs- und Fördermaßnahme (CSA) der Europäischen Kommission im Rahmen von Horizon Europe, wurde am 19. Januar 2023 mit einem Kick-off-Meeting in Brüssel gestartet. ICOS zielt darauf ab, das Wachstum der europäischen Halbleiter- und halbleiterbasierten Photonikindustrie durch gezielte internationale Forschungszusammenarbeit zu unterstützen. Denn die strategische Bedeutung von Halbleitern und die Abhängigkeit Europas von anderen Regionen der Welt zeigten sich durch die jüngsten internationalen Krisen deutlich. ICOS wird eine wichtige Rolle dabei spielen, Europa gemäß den Zielen des EU Chipacts dabei zu helfen, seine Souveränität und Führungsrolle in diesem Bereich wiederzuerlangen.

© Fraunhofer EMFT/ Bernd Müller
Chipstapel auf Basiswafer

In diesem Zusammenhang wird ICOS die vielversprechendsten wissenschaftlichen Kooperationen identifizieren und unterstützen, indem es führende Unternehmen im Halbleitersektor adressiert. So werden die Projektpartner die Wertschöpfungsketten von Halbleitern für Elektronik und Photonik sowie die Stärken und Lücken der europäischen und internationalen Industrie in diesem Bereich analysieren und aufkommende Zukunftstechnologien sowie die interessantesten Länder für eine internationale Zusammenarbeit ermitteln. Auf der Grundlage der erzielten Ergebnisse wird ICOS dann die Forschungsthemen hervorheben, die den europäischen strategischen Zielen am meisten zugute kommen und diese in Vorschläge für künftige bilaterale oder multilaterale Forschungsinitiativen und praktische Kooperationsmodalitäten einbetten. 

Die Fraunhofer EMFT wird sich im Rahmen des Projekts am Technologie-Scanning  beteiligen, Prognosen zu Zukunftstechnologien im Bereich »advanced functionality« beitragen und den Aufbau internationaler Kooperationen mit nationalen Einrichtungen außerhalb der EU vorantreiben. 

Das Konsortium setzt sich aus sechs akademischen Partnern (Grenoble INP, IUNET, TU Delft, WUT, IMT, Universität Gent), fünf Forschungs- und Technologieorganisationen (RTO : CEA-LETI, imec, Tyndall, VTT, Fraunhofer), zwei akademischen und industriellen Vereinigungen (SiNANO Institute und AENEAS), vier Halbleiterherstellern (NXP Semiconductors, Bosch, Infineon, STMicroelectronics) und zwei Industrieberatern (DECISION und VDI/VDE) aus neun europäischen Ländern zusammen. Darüber hinaus sind außereuropäische Partner - die USA, Japan und Taiwan - in zwei industriellen und internationalen Beiräten vertreten, was die globale und industrielle Dimension von ICOS nochmals verstärkt.

Das Projekt wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe der Europäischen Union unter der Fördernummer 101092562 gefördert.

»ICOS will also give significant contributions to two other major European initiatives: the Digital Agenda and the Green Deal. By the end of the ICOS project, we should be in a position to advise the European Commission on collaborative actions to be implemented with leading semiconductor countries, supported by an in-depth risk-benefit assessment. In the context of the recent chips shortage impacting many European industries and citizens, the role, concept and objectives of ICOS became more strategic than ever.«

Francis Balestra, GINP-CNRS & Director of the SINANO Institute, ICOS coordinator

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