Künstliche Intelligenz verlagert sich zunehmend aus der Cloud an die Edge: in Sensoren, Maschinen, Kommunikationssysteme und mobile Endgeräte. Dort werten Systeme Daten direkt vor Ort aus, müssen innerhalb enger Zeitvorgaben reagieren und mit einem begrenzten Energiebudget auskommen. Neuromorphes Computing bietet eine Alternative zu herkömmlichen Edge-KI-Ansätzen, die Daten sequenziell oder in Batches verarbeiten. Informationen werden dabei als kurze Ereignisse dargestellt, sogenannte Spikes. Die Verarbeitung orientiert sich so an den relevanten Änderungen im Signal statt an jedem einzelnen Abtastwert.
Am Fraunhofer EMFT ist neuromorphes Computing ein strategisches Forschungsfeld für sensornahe KI-Systeme mit geringer Latenz und niedrigem Energieverbrauch.