Ein hautfreundliches und flexibles Sensorpflaster mit Mikroelektronik-Komponenten

»Intelligente Pflaster« können schon heute mehr als nur Wunden abdecken: Mit entsprechender Sensorik ausgestattet, überwachen sie Körperparameter wie Temperatur, Feuchtigkeit, pH-Wert, Sauerstoffsättigung und elektrische Potenziale. Doch was sich unter der Hautoberfläche abspielt, bleibt den heute verfügbaren Sensorpflastern verborgen. Im Rahmen des EU-Projekts ULIMPIA entwickeln Forschende ein Sensorpflaster, das auch physikalische Prozesse tief im Körper erkennen kann – etwa den Blutdruck messen oder die Blase überwachen.

flexibler Sensorstreifen
© Fraunhofer EMFT/ Bernd Müller
Kapazitiv arbeitender Sensor für die Integration in Wundauflagen

Im EU-Projekt ULIMPIA arbeitet die Fraunhofer EMFT gemeinsam mit 17 Partnerinnen und Partnern aus sechs Ländern an einem Sensorpflaster, das auch physikalische Prozesse tief im Körper erkennen kann – etwa den Blutdruck messen oder die Blase überwachen. Dazu kombinieren die Forschenden hochmoderne MEMS-Ultra-Sound-Technologie mit Innovationen in der konformen Patch-Technologie. Ziel ist es, eine offene Technologieplattform für diagnostische Ultra-Sound-Patches zu schaffen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fraunhofer EMFT entwickeln im Rahmen des Projekts eine Packaging-Technologie zur Integration von Sensoren und Ultraschall-Aktoren. Ziel ist unter anderem ein hautfreundliches, flexibles Sensor-Pflaster mit zugehörigen Mikroelektronik-Komponenten für Datenerfassung und -übertragung. Die entstehende Plattform wird für unterschiedliche Benutzer zugänglich sein und legt den Fokus auf die Entwicklung von medizinischen Anwendungen.

Das Projekt wird im Rahmen des PENTA-Programms gefördert, Förderkennzeichen 16ES0815.

 

 

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